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<identifier>oai:freidok.uni-freiburg.de-opus:2830</identifier><datestamp>2008-12-22T14:11:42Z</datestamp><setSpec>ddc:320</setSpec><setSpec>pub-type:7</setSpec><setSpec>PUB</setSpec></header>
<metadata><oai_dc:dc xmlns:oai_dc="http://www.openarchives.org/OAI/2.0/oai_dc/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://www.openarchives.org/OAI/2.0/oai_dc/ http://www.openarchives.org/OAI/2.0/oai_dc.xsd"><dc:title>Vergangenheitspolitik im Rahmen demokratischer Konsolidierung - das 'unfinished business' des s&#252;dafrikanischen Systemwechsels</dc:title><dc:identifier>http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2830/</dc:identifier><dc:date>2006</dc:date><dc:creator>Blaul, Holger</dc:creator><dc:description>Gegenstand der Arbeit ist es, den Stellenwert der Vergangenheitspolitik im Prozess der demokratischen Konsolidierung am Beispiel S&#252;dafrikas zu ermitteln. Spielt die Art und Weise in der politische Systeme nach einem Systemwechsel mit ihrer Vergangenheit umgehen eine Rolle im Konsolidierungsprozess der Demokratie? Bisher fand diese Fragestellung in der Systemwechselforschung wenig Beachtung, doch mit der Verschiebung des Fokus innerhalb der Forschungsrichtung auf die Phase der demokratischen Konsolidierung, muss auch die Vergangenheitspolitik ins Zentrum des Interesses r&#252;cken, da diese erst in jener letzten Phase des Systemwechsels umgesetzt wird. Der Systemwechsel in S&#252;dafrika, vom rassistisch-autorit&#228;ren Apartheidregime zur liberalen Demokratie ist noch nicht beendet. S&#252;dafrika eignet sich daher und aufgrund der einzigartigen politischen Ph&#228;nomene, der apartheidgepr&#228;gten Vergangenheit und der durch den Ansatz &#38;#8218;Amnestie gegen Wahrheit' - dominierten Vergangenheitspolitik dazu, gen&#252;gend Antworten zu liefern, um den Rahmen der Konsolidierungsforschung, im Hinblick auf die Vergangenheitspolitik und ihren Einfluss auf die demokratische Konsolidierung, neu zu setzen. Das noch junge s&#252;dafrikanische System sieht sich trotz der bisherigen Etablierung vergangenheitsbezogener Normen und Institutionen, immer wieder mit den Forderungen nach einer umfassenderen Bew&#228;ltigung des sog. &#38;#8218;unfinished business' des vergangenheitspolitischen Politikfeldes konfrontiert. In welchen Bereichen noch Bedarf vergangenheitspolitischer Kl&#228;rung gesehen wird, welche Rolle die Vergangenheitspolitik konkret in S&#252;dafrika im Konsolidierungsprozess spielt und ob eine weiterf&#252;hrende politische Besch&#228;ftigung mit der Vergangenheit den Prozess der demokratischen Konsolidierung f&#246;rdert oder hemmt, sind die Fragen die folgende Arbeit beantworten soll. Zur Bew&#228;ltigung dieser Aufgaben wird im ersten und zweiten Kapitel dieser Arbeit Bezug auf die Systemwechsel- und Konsolidierungsforschung genommen, mit deren Hilfe die Fallstudie in einen theoretischen Kontext eingeordnet wird. Daraufhin wird ein Analysekonzept aufgebaut, welches dann im dritten Teil der Arbeit durch die Untersuchung der Konsolidierungsphase der s&#252;dafrikanischen Demokratie leitet. Ein weiteres Analysekonzept zur Untersuchung des Politikfeldes Vergangenheitspolitik wird dann im vierten Teil der Arbeit erstellt, das Bezug auf die grunds&#228;tzliche Besch&#228;ftigung mit der gegenw&#228;rtigen Vergangenheit nimmt. Dieses Analysemuster f&#252;hrt im f&#252;nften Teil der Arbeit durch die Analyse der s&#252;dafrikanischen Vergangenheitspolitik und erm&#246;glicht die strukturierte Lokalisierung und Benennung von bisherigen Handlungen und derzeit noch ungel&#246;sten Aufgaben. Eine Zusammenf&#252;hrung der beiden Themenkomplexe Vergangenheitspolitik und demokratischer Konsolidierungsprozess wird dann im sechsten Teil vorgenommen. Die bisherigen Auswirkungen der Vergangenheitspolitik auf die demokratische Konsolidierung in S&#252;dafrika werden neben dem noch aktivierbaren Potential der Besch&#228;ftigung mit Vergangenheit f&#252;r den Fall S&#252;dafrika dargestellt. Mit Hilfe von Experteninterviews, u.a. mit Yasmin Sooka und Rev Frank Chikane, und der zus&#228;tzlichen Literaturbeschaffung vor Ort, konnte eine Sensibilit&#228;t f&#252;r die Thematik und dessen Brisanz entwickelt werden. Das Erkennen eines &#38;#8222;policy-gaps" (Interview Ian Liebenberg 29.08.2005: 1/33) erm&#246;glicht es, ein ganzheitliches Bild der Vergangenheitspolitik in S&#252;dafrika entstehen zu lassen. Die Gespr&#228;che mit &#38;#8218;Insidern' gestatten, trotz der sp&#228;rlichen Literaturlage zum Thema Vergangenheitspolitik im post-TRC-Zeitalter, eine aktuelle Darstellung. Die befragten Experten und Expertinnen repr&#228;sentieren die Regierung, diverse NGOs sowie die TRC und geben die zeitgen&#246;ssische Lehrmeinung an den Universit&#228;ten wieder. Dadurch wurde es m&#246;glich, auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems die Vergangenheitspolitik S&#252;dafrikas darzustellen und zu analysieren. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Vergangenheitspolitik und das Projekt der Konsolidierung der Demokratie in S&#252;dafrika in die H&#228;nde der Zivilgesellschaft gelegt sind. Dem System fehlen langfristige vergangenheitspolitische Instrumente um das &#38;#8218;unfinished business' abzuarbeiten und dadurch sich weiter zu einer liberalen Demokratie entwickeln zu k&#246;nnen. Die seit dem Ende der TRC nachlassende Intensit&#228;t vergangenheitsbezogener Politik spiegelt auch gleichsam eine Erosion demokratischer Werte wider. Das &#38;#8218;unfinished business' der Vergangenheitspolitik hat das Potential, die demokratische Konsolidierung weiter voranzutreiben. Einzig der politische Wille der Regierung und die demokratische Opposition fehlen, um den ausgehandelten Kompromiss aus der Zeit der Transformation zugunsten rechtsstaatlicher Prinzipien und der Opferinteressen zu verschieben.</dc:description><dc:subject>Vergangenheitsbew&#228;ltigung</dc:subject><dc:subject>Apartheid</dc:subject><dc:subject>S&#252;dafrika <Staat></dc:subject><dc:subject>Politischer Wandel</dc:subject><dc:subject>Konsolidierung</dc:subject><dc:subject>Demokratie</dc:subject><dc:subject>Reparation</dc:subject><dc:subject>Reparationsentsch&#228;digung</dc:subject><dc:subject>Vergangenheitspolitik</dc:subject><dc:subject>demokratische Konsolidierung</dc:subject><dc:subject>Systemwechselforschung</dc:subject><dc:subject>Political science</dc:subject><dc:language>ger</dc:language><dc:publisher>Universit&#228;t Freiburg</dc:publisher><dc:publisher>Philosophische Fakult&#228;t. Seminar f&#252;r Wissenschaftliche Politik</dc:publisher><dc:type>Text.Thesis.Master</dc:type><dc:format>application/pdf</dc:format><dc:rights>/doku/lizenzen/1_Standard_mit_POD.pdf</dc:rights><dc:identifier>urn:nbn:de:bsz:25-opus-28301</dc:identifier></oai_dc:dc></metadata><about><provenance><originDescription harvestDate="2007-06-04T11:13:31Z"><baseURL>http://www.freidok.uni-freiburg.de/oai2/oai2.php</baseURL><identifier>oai:freidok.uni-freiburg.de-opus:2830</identifier><datestamp>2007-06-04T11:13:31Z</datestamp><metadataNamespace>http://www.openarchives.org/OAI/2.0/oai_dc/</metadataNamespace></originDescription></provenance></about></record>
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